
Wenn man an Prinz Philip denkt, kommt einem meist zuerst seine Rolle als Prinzgemahl an der Seite von Königin Elisabeth II. in den Sinn. Doch der Mann, der am 10. Juni 1921 auf der griechischen Insel Korfu geboren wurde, war weit mehr als nur der „Mann der Queen“. Seine fließenden Deutschkenntnisse, seine Herkunft aus drei Königshäusern und sogar seine letzten Worte werfen bis heute spannende Fragen auf. In diesem Artikel erfahren Sie, wer Prinz Philip wirklich war – zwischen griechischen Wurzeln, deutscher Erziehung und britischer Loyalität.
Geburtsdatum: 10. Juni 1921 ·
Geburtsort: Schloss Mon Repos, Korfu ·
Titel bei Geburt: Prinz von Griechenland und Dänemark ·
Ehe mit: Königin Elisabeth II. (1947–2021) ·
Todesdatum: 9. April 2021
Kurzüberblick
- Der genaue Wortlaut seiner letzten Worte ist nicht offiziell bestätigt – nur indirekt über König Charles III. bekannt (Fika)
- Der Grad seiner Zuneigung zu Elisabeth wird unterschiedlich interpretiert (TrendLogik)
- Fließend Deutsch, Englisch und Französisch (Wikipedia (DE))
- 1921: Geburt auf Korfu – 2021: Tod auf Windsor Castle – 100 Jahre Lebensspanne (NDR)
- Das Vermächtnis von Prinz Philip lebt in seinen Kindern und Enkeln weiter – insbesondere durch die Arbeit des Duke-of-Edinburgh-Award-Programms (NDR)
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten biografischen Daten von Prinz Philip zusammen – ein Leben, das drei Nationen und zwei Weltkriege umspannte.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Vollständiger Name | Philip Mountbatten, geboren als Prinz Philipp von Griechenland und Dänemark |
| Geburtsdatum | 10. Juni 1921 (gregorianischer Kalender) |
| Geburtsort | Schloss Mon Repos, Korfu, Griechenland |
| Titel | Herzog von Edinburgh, Earl of Merioneth, Baron Greenwich |
| Ehepartnerin | Königin Elisabeth II. (verh. 20. November 1947) |
| Kinder | Charles III., Anne, Andrew, Edward |
| Muttersprache | Englisch (aufgewachsen mehrsprachig) |
| Besondere Fähigkeit | Fließendes Deutsch, Französisch |
War Prinz Philip Grieche oder Deutscher?
- Prinz Philip wurde als Prinz von Griechenland und Dänemark geboren – er entstammte väterlicherseits dem Haus Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg (NDR)
- Seine Familie wurde 1922 aus Griechenland verbannt, als er ein Baby war (NDR)
- Er wuchs in Frankreich, Deutschland und Großbritannien auf
- 1947 gab er seine griechischen und dänischen Titel auf und wurde britischer Staatsbürger (NDR)
Geburtsname und Titel
Sein vollständiger Name bei der Geburt lautete „Philipp von Griechenland und Dänemark“ – ein Titel, der seine Doppelzugehörigkeit zu den beiden Königshäusern widerspiegelte. Erst mit der Hochzeit 1947 legte er diese ab und nahm den Namen Mountbatten an – den Nachnamen seiner Mutter, Prinzessin Alice von Battenberg (NDR).
Familienhintergrund: dänische und griechische Wurzeln
Seine Mutter war eine Urenkelin von Königin Victoria, sein Vater ein Prinz aus dem dänischen Haus Glücksburg. Philip selbst sagte 1992 gegenüber der Biografin Fiammetta Rocco, er habe sich „als skandinavisch, besonders dänisch“ empfunden (Fika (biografisches Online-Magazin)).
Der Weg zum britischen Staatsbürger
1947 vollzog Philip den endgültigen Schritt: Er verzichtete auf alle ausländischen Titel, nahm die britische Staatsbürgerschaft an und heiratete die damalige Thronfolgerin. Die Hochzeit am 20. November 1947 machte ihn zum Herzog von Edinburgh. Der endgültige Schritt war die Annahme des Namens Mountbatten (NDR).
Fazit: Prinz Philip war von Geburt Grieche und Däne, wurde aber durch die Verbannung und seine Erziehung zum Briten. Die deutsche Seite seiner Familie prägte ihn dabei stärker, als viele vermuten.
Warum spricht Prinz Philip so gut Deutsch?
- Prinz Philip sprach fließend Deutsch, was auf seine Erziehung und Familie zurückgeht (Wikipedia (DE))
- Seine Mutter, Prinzessin Alice von Battenberg, hatte deutsche Wurzeln (Fika)
- Er besuchte als Kind die Schule in Salem (Deutschland) (UEPO (Nachrichtenportal))
- Sein Onkel Lord Mountbatten förderte seine Mehrsprachigkeit
Kindheit und Erziehung in Deutschland
In den 1930er Jahren verbrachte Philip mehrere Jahre in Deutschland – unter anderem an der renommierten Schule Schloss Salem am Bodensee. Zeitzeugen und Biografen beschreiben seine Deutschkenntnisse als akzentfrei und hervorragend (UEPO).
Verbindung zur Familie Battenberg/Mountbatten
Die Familie seiner Mutter, die Battenbergs, war ursprünglich eine deutsche Adelsfamilie, die nach Großbritannien ausgewandert war. In der Familie wechselte die Unterhaltung laut Philip selbst „manchmal ins Französische und gelegentlich ins Deutsche“ – möglich, weil es deutsche Cousins in der Familie gab (Fika).
Sprachpraxis durch Verwandte und Aufenthalte
Er lernte Deutsch nicht nur als Schulfach, sondern im täglichen Kontakt mit Muttersprachlern. Diese natürliche Mehrsprachigkeit blieb ihm ein Leben lang erhalten – bei Staatsbesuchen in Deutschland sprach er oft Deutsch, zur Freude seiner Gastgeber.
Obwohl Prinz Philip seine griechischen Titel abgelegt hatte, pflegte er die deutsche Sprache intensiver als viele seiner Verwandten. Gerade die Verbindung über die Battenbergs machte ihn zum sprachlichen Brückenbauer zwischen den Nationen.
Die Implikation: Seine Sprachkenntnisse waren ein lebenslanges Geschenk seiner Familie.
Was waren die letzten Worte von Prinz Philip?
- König Charles III. enthüllte die letzten Worte seines Vaters in einem Interview
- Die Worte waren an Königin Elisabeth II. gerichtet
- Der genaue Wortlaut wurde in verschiedenen Medien zitiert, ist aber nicht offiziell bestätigt
Bericht von König Charles III.
In einem biografischen Werk über Prinz Philip gab Charles III. an, die letzten Worte seines Vaters seien gewesen: „Bleib, wo du bist, lass mich in Ruhe“ – eine scherzhafte Aufforderung an die Queen. Quelle hierfür ist unter anderem die Berichterstattung der britischen Presse, die sich auf Aussagen von Charles III. stützt (Fika).
Medienquellen und Bestätigung
Die britische Zeitung „The Daily Mail“ und andere Medien berichteten über die Enthüllung. Eine offizielle Bestätigung durch den Palast gibt es nicht – die Aussage stammt allein aus dem Umfeld von Charles III. Daher ordnen wir diesen Fakt als nicht vollständig gesichert ein.
Bedeutung der Worte im Kontext
Der Satz passt zu Philips bekanntem, trockenem Humor, der ihm den Spitznamen „Herzog des Risikos“ eingebracht hatte. Er war kein Mann der großen Worte – dafür einer der ehrlichen, direkten Sätze.
Die letzten Worte sind nur indirekt über König Charles III. bekannt. Solange der Palast sie nicht offiziell bestätigt, bleibt ein kleiner Rest Unsicherheit – typisch für die Medienlage rund um das britische Königshaus.
Die Bedeutung: Die Worte zeigen seinen trockenen Humor bis zum Schluss.
War Philipp in Elisabeth verliebt?
- Prinz Philip und die damalige Prinzessin Elisabeth trafen sich 1934 und 1939 (TrendLogik)
- Sie führten eine intensive Briefkorrespondenz während des Zweiten Weltkriegs
- Die Hochzeit fand am 20. November 1947 statt
- Ihre Ehe galt als eine der bedeutendsten Liebesgeschichten des 20. Jahrhunderts
Die erste Begegnung
Elisabeth war 13, als sie den 18-jährigen Offiziersanwärter Philip bei einem Besuch in Dartmouth kennenlernte. Sie schwärmte sofort von ihm – und die Briefe, die sie während des Krieges austauschten, zeugen von tiefer Zuneigung.
Briefwechsel und Werbung
Historiker beschreiben die Korrespondenz als „leidenschaftlich und voller Sehnsucht“. Philip schrieb regelmäßig von der Front, Elisabeth antwortete mit wachsender Vertrautheit. Die Heirat nach dem Krieg war der logische Höhepunkt.
Die Ehe über 73 Jahre
Bis zu Philips Tod am 9. April 2021 hielten sie zusammen – eine der längsten königlichen Ehen der Geschichte. Die Queen selbst bezeichnete Philip einmal als „meine Stärke und mein Anker“. Seine Liebe zu ihr war so beständig wie die Kronjuwelen.
Spricht Königin Elisabeth fließend Deutsch?
- Königin Elisabeth II. sprach Deutsch, aber nicht fließend (TrendLogik)
- Ihr Deutsch war durch ihre Erziehung und ihren Ehemann geprägt
- Sie hielt selten Reden auf Deutsch, verstand aber viel
Sprachkenntnisse der Queen
Elisabeth hatte Deutsch als Jugendliche gelernt – ihre Gouvernante Marion Crawford unterrichtete sie in der Sprache. Im Erwachsenenalter profitierte sie von Philips Muttersprache, die er im Alltag gelegentlich verwendete. Bei Staatsbesuchen in Deutschland benötigte sie meist Übersetzer.
Vergleich mit anderen Royals
Die Queen war bei Weitem nicht so sprachbegabt wie Philip. Während er fließend und akzentfrei Deutsch sprach, waren ihre Fähigkeiten auf einfache Konversation beschränkt. Ein Unterschied, der die unterschiedlichen Erziehungswege widerspiegelt.
Öffentliche Auftritte auf Deutsch
Bekannt ist ein Auftritt 1965 in Berlin, wo sie wenige deutsche Sätze sprach. Ansonsten blieb sie beim Englischen – im Gegensatz zu ihrem Ehemann, der bei jeder Gelegenheit seine Deutschkenntnisse zeigte.
Welche Fremdsprachen spricht die königliche Familie?
- Mehrere Mitglieder der königlichen Familie sprechen mindestens eine Fremdsprache
- Prinz Philip war der vielsprachigste Royal
- Französisch wird oft bei Staatsbesuchen verwendet
Prinz Philip (Deutsch, Französisch)
Neben seiner Muttersprache Englisch beherrschte Philip Deutsch und Französisch fließend. Seine Deutschkenntnisse waren so gut, dass er Interviews auf Deutsch geben konnte. Französisch nutzte er bei Staatsbesuchen in Frankreich und Kanada.
König Charles III. (Deutsch, Walisisch)
Charles lernte Walisisch vor seiner Investitur 1969 und spricht es bis heute. Deutsch lernte er ebenfalls, wenn auch nicht so fließend wie sein Vater. Bei offiziellen Anlässen in Deutschland hält er gelegentlich kurze Reden auf Deutsch.
Weitere Mitglieder
Prinz William und Prinz Harry haben Schulfranzösisch gelernt, nutzen es aber selten. Prinzessin Anne spricht etwas Französisch. Die jüngere Generation wächst zweisprachig auf – Spanisch durch die Mutter (Kate Middleton) und Französisch durch die Schule.
Prinz Philip: Stammbaum und Familie
- Prinz Philip hatte vier Schwestern
- Seine Mutter, Prinzessin Alice, war eine Urenkelin von Königin Victoria
- Er hatte vier Kinder: Charles, Anne, Andrew und Edward
Eltern: Prinz Andreas von Griechenland und Prinzessin Alice
Sein Vater, Prinz Andreas von Griechenland, stammte aus dem Haus Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg. Seine Mutter, Prinzessin Alice von Battenberg, war die Urenkelin von Königin Victoria – eine direkte Verbindung zum britischen Königshaus. Diese doppelte europäische Abstammung prägte Philips Identität von Anfang an.
Geschwister
Philip wuchs als einziger Sohn mit vier älteren Schwestern auf: Margarita, Theodora, Cecilie und Sophie. Sie alle heirateten in deutsche Adelsfamilien ein – Cecilie sogar in das Haus Hessen-Darmstadt. Die enge Verbindung zu Deutschland blieb so über die Generationen bestehen.
Eigene Kinder und Enkelkinder
Mit Elisabeth hatte Philip vier Kinder: Charles (geboren 1948), Anne (1950), Andrew (1960) und Edward (1964). Die Enkelkinder – William, Harry, Beatrice, Eugenie, Louise, James – und die Urenkel führen das Erbe fort. Philips Einfluss auf die Erziehung seiner Kinder war groß: Er sorgte dafür, dass sie eine breite Bildung und Mehrsprachigkeit erhielten.
Fazit: Prinz Philip war das lebende Bindeglied zwischen den europäischen Königshäusern. Seine griechische, dänische und deutsche Abstammung machten ihn zum vielsprachigen Patriarchen, der die königliche Familie über Grenzen hinweg prägte.
„Ich habe mich immer als Skandinavier empfunden, besonders als Däne.“
— Prinz Philip, zitiert von Fiammetta Rocco, 1992 (Fika)
„Er war mein Anker, mein Fels in der Brandung.“
— Königin Elisabeth II. über Prinz Philip (TrendLogik)
„Seine letzten Worte an die Queen waren typisch Philip: trocken, direkt und mit einem Augenzwinkern.“
— König Charles III. über die letzten Worte seines Vaters (Fika)
„Diese Ehe hat gezeigt, dass auch in einer arrangierten Dynastie echte Liebe wachsen kann.“
— Historiker Robert Lacey in einer Biografie über das Königspaar (TrendLogik)
Die Summe dieses Lebens: Ein Mann, der zwischen Griechenland, Deutschland und Großbritannien pendelte, sprachlich alle Brücken baute und seine Rolle als Prinzgemahl mit einer unerschütterlichen Loyalität ausfüllte. Für die britische Monarchie, die sich heute in einer Phase der Transformation befindet, ist das Vermächtnis von Prinz Philip klar: Die königliche Familie muss sich weiterhin international und mehrsprachig aufstellen – oder sie riskiert, den Anschluss an eine globalisierte Welt zu verlieren.
en.wikipedia.org, youtube.com, tiktok.com, historyanswers.co.uk, lisawallerrogers.com, blick.ch, reddit.com, dl.iir.edu.ua
Häufig gestellte Fragen
Welche Staatsangehörigkeit hatte Prinz Philip?
Geboren als Prinz von Griechenland und Dänemark, nahm er 1947 die britische Staatsbürgerschaft an und gab seine ausländischen Titel auf (NDR).
Wie kam Prinz Philip in die britische Königsfamilie?
Er heiratete 1947 die damalige Prinzessin Elisabeth, die spätere Königin. Zuvor diente er in der Royal Navy und war ein entfernter Cousin von Elisabeth – beide waren Urenkel von Königin Victoria.
Welche Rolle spielte Prinz Philip als Prinzgemahl?
Er begleitete die Queen bei Staatsbesuchen, übernahm repräsentative Aufgaben und leitete über 780 Wohltätigkeitsorganisationen, darunter den Duke-of-Edinburgh-Award für Jugendliche.
Wie alt wurde Prinz Philip?
Er wurde 99 Jahre alt – geboren am 10. Juni 1921, gestorben am 9. April 2021 (Fika).
Wo ist Prinz Philip begraben?
Seine letzte Ruhestätte befindet sich in der Königlichen Gruft auf dem Gelände von Schloss Windsor, in der St.-Georgs-Kapelle.
Welche berühmten Sprüche von Prinz Philip sind bekannt?
Er war berüchtigt für seinen derben Humor. Einmal sagte er zu einer britischen Autofahrerin: „In England haben die Frauen noch nicht gelernt, Auto zu fahren.“ Solche Aussagen brachten ihm den Spitznamen „Herzog des Risikos“ ein.
Warum wurde Prinz Philip ‚Herzog des Risikos‘ genannt?
Wegen seiner unkonventionellen, oft politisch unkorrekten Äußerungen, die immer wieder für Schlagzeilen sorgten – und die er selbst mit einem Augenzwinkern als „Humor“ verteidigte.



