Nach über 30 Jahren Betrieb musste die MFL Mischfutter und Landhandel GmbH aus Pfaffendorf in Sachsen-Anhalt im Oktober 2025 ein Insolvenzverfahren eröffnen. Alle 24 Beschäftigten haben ihren Arbeitsplatz verloren. Dieser Artikel zeichnet nach, was genau passiert ist, welche Produkte betroffen sind und welche Anlaufstellen es für Landwirte in der Region gibt.

Gründungsjahr: 1994 ·
Mitarbeiter: 24 ·
Insolvenzverfahren: 2 IN 126/25 ·
Standort: Pfaffendorf, Sachsen-Anhalt ·
Geschäftsgegenstand: Futtermittel und Landhandelswaren

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Zukünftige Nutzung des Standorts
  • Verbleib des Anlagevermögens
  • Mögliche Fortführung durch Investor
3Zeitleisten-Signal
  • Vorläufige Verwaltung: Juni 2025
  • Verfahren eröffnet: Oktober 2025
  • Mitarbeiterabbau: November 2025
4Wie es weitergeht
  • Prüfung der Vermögensverwertung
  • Gläubigeranmeldung möglich
  • Alternativen für Landwirte in der Region

Fünf zentrale Kennzahlen, die die Lage des Unternehmens zusammenfassen:

Merkmal Wert
Rechtsform GmbH
Handelsregister HRB 13483, Amtsgericht Stendal
Insolvenzaktenzeichen 2 IN 126/25
Betroffene Mitarbeiter 24
Branche Futtermittelherstellung und Landhandel
Standort Pfaffendorf, Südliches Anhalt (Sachsen-Anhalt)
Anmerkung der Redaktion

Die Quellenlage ist dünn: Weder das Unternehmen noch der Insolvenzverwalter haben bislang öffentlich Stellung genommen. Alle Angaben beruhen auf Registereinträgen und Meldungen Dritter.

Was ist die MFL Mischfutter und Landhandel GmbH?

Gründung und Geschichte des Unternehmens

  • Gegründet 1994 in Pfaffendorf, Südliches Anhalt (North Data – Handelsregisterportal)
  • Geschäftsgegenstand: Herstellung von Futtermitteln und Vertrieb von Landhandelswaren
  • Eingetragen im Handelsregister unter HRB 13483 beim Amtsgericht Stendal

Standort und rechtliche Struktur

Der Betriebssitz der MFL liegt im Ortsteil Pfaffendorf der Stadt Südliches Anhalt, etwa 9 Kilometer südöstlich von Köthen. Das Unternehmen war als GmbH organisiert.

Die Firma ist im Handelsregister beim Amtsgericht Stendal unter der Nummer HRB 13483 eingetragen und wird dort aktuell als „i. L.“ (in Liquidation) geführt (North Data). Das bedeutet, dass die Gesellschaft bereits aufgelöst ist und nun abgewickelt wird.

Fazit: Die MFL Mischfutter und Landhandel GmbH war ein regionaler Futtermittelhersteller mit drei Jahrzehnten Geschichte. Landwirte in Sachsen-Anhalt verlieren mit ihr einen verlässlichen Partner.

Ist die MFL Mischfutter und Landhandel GmbH insolvent?

Insolvenzantrag und Verfahrenseröffnung

Das Verfahren wird vor dem Amtsgericht Stendal geführt. Die unterschiedlichen Daten zwischen den Quellen sind ein Hinweis auf die Unsicherheit in der Berichterstattung.

Ursachen der Insolvenz

Die genauen Ursachen für die Zahlungsunfähigkeit sind nicht öffentlich dokumentiert. Weder die Geschäftsführung noch der Insolvenzverwalter haben sich bislang dazu geäußert. Denkbare Faktoren – gestiegene Energie- und Rohstoffpreise, veränderte Nachfrage in der Landwirtschaft oder strategische Fehlentscheidungen – lassen sich anhand der verfügbaren Quellen nicht belegen. Die Mitteldeutsche Zeitung (regionale Tageszeitung) berichtete über den Fall, nannte aber keine konkreten Gründe.

Die Lücke

Es liegt keine offizielle Stellungnahme des Unternehmens oder des Insolvenzverwalters zu den Ursachen vor. Die Recherche stützt sich ausschließlich auf Registerdaten und Meldungen Dritter.

Fazit: Die Insolvenz ist durch mehrere unabhängige Quellen belegt, die genauen Ursachen bleiben aber unklar. Gläubiger sollten sich direkt an das Amtsgericht Stendal wenden.

Wie viele Mitarbeiter wurden entlassen?

Hintergrund der Entlassungen

  • Alle 24 Mitarbeiter wurden entlassen
  • Die Kündigungen erfolgten nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens im Oktober/November 2025
  • Der Insolvenzverwalter prüft derzeit, ob eine Fortführung oder Abwicklung wirtschaftlich sinnvoller ist

Soziale Folgen

Für die betroffenen Arbeitnehmer bedeutet die Schließung den Verlust ihres Arbeitsplatzes in einer strukturschwachen ländlichen Region. Ob es einen Sozialplan gibt oder ob die Ansprüche über das Insolvenzgeld abgesichert sind, ist nicht bekannt. Die Bundesagentur für Arbeit kann in solchen Fällen Unterstützung leisten – insbesondere über das erleichterte Kurzarbeitergeld oder Transfergesellschaften.

Das Insolvenzverfahren wird nach Aktenlage vor dem Amtsgericht Stendal geführt.

Fazit: 24 Beschäftigte haben ihre Stelle verloren. Für die betroffenen Familien in einer ländlichen Region mit begrenzten Arbeitsplatzalternativen ist das ein harter Einschnitt.

Welche Produkte bot die MFL an?

Futtermittelsortiment

  • Herstellung von Futtermitteln für Nutztiere (Rinder, Schweine, Geflügel) und Heimtiere
  • Mischfutter nach Rezeptur – sowohl Standard- als auch kundenspezifische Mischungen
  • Vertrieb von Getreide, Saatgut und landwirtschaftlichen Betriebsmitteln

Landhandelswaren und Hofladen

Neben der Futtermittelproduktion betrieb die MFL einen Hofladen, in dem Landhandelswaren wie Düngemittel, Pflanzenschutzmittel und Kleingeräte angeboten wurden. Der Verkauf erfolgte über den eigenen Hof in Pfaffendorf (Hofladenfinder – Verzeichnis regionaler Hofläden).

Ein vertrauliches Mischfutterwerk dieser Größe konnte regionale Landwirte mit maßgeschneiderten Chargen versorgen – ein Service, den große überregionale Anbieter oft nicht bieten.

Fazit: Kunden der MFL müssen sich jetzt nach neuen Bezugsquellen umsehen. Das Unternehmen selbst bietet aktuell keine Produkte mehr an.

Welche Alternativen gibt es zur MFL?

Edderitzer Mischfutterwerk

  • Regionaler Betrieb im Landkreis Anhalt-Bitterfeld
  • Bietet Mischfutter für Rinder, Schweine und Geflügel
  • Mögliche Anlaufstelle für ehemalige MFL-Kunden

Landhandel Uhyst

Der Landhandel Uhyst ist ein weiterer Anbieter für landwirtschaftliche Betriebsmittel in der Region. Er vertreibt Getreide, Saatgut, Dünger und Futtermittel und könnte als Alternativlieferant in Frage kommen.

Suche nach regionalen Mischfutterwerken

Landwirte, die kurzfristig Ersatz benötigen, können über die Suchanfrage „Mischfutterwerk in der Nähe“ oder über die Branchenverbände (z. B. Deutscher Verband Tiernahrung) passende Anbieter finden. Auch die Landwirtschaftskammer Sachsen-Anhalt bietet Beratung zur Futtermittelbeschaffung an.

Handlungsoption

Betroffene Landwirte sollten sich frühzeitig um Alternativen kümmern, da die Umstellung auf einen neuen Futtermittellieferanten Zeit für Rezepturanpassungen und Logistik benötigt.

Fazit: Das Edderitzer Mischfutterwerk und der Landhandel Uhyst sind die naheliegendsten Alternativen. Eine Umstellung sollte rechtzeitig geplant werden.

Zeitleiste der Ereignisse

Zeitraum Ereignis
1994 Gründung der MFL Mischfutter und Landhandel GmbH in Pfaffendorf
11. Juni 2025 Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung durch das Amtsgericht Stendal (North Data)
September/Oktober 2025 Eröffnung des Insolvenzverfahrens (2 IN 126/25) – Daten divergieren zwischen Quellen (Insolvenz-Radar / Insolvenz-Kontor)
November 2025 Entlassung aller 24 Mitarbeiter

Klare Fakten und offene Fragen

Bestätigte Fakten

  • Insolvenzverfahren ist eröffnet (North Data)
  • 24 Mitarbeiter entlassen (Insolvenz-Radar)
  • Unternehmen hat seinen Sitz in Pfaffendorf
  • Geschäftsgegenstand: Futtermittel und Landhandelswaren
  • Handelsregistereintrag: HRB 13483, Amtsgericht Stendal

Was unklar ist

  • Zukünftige Nutzung des Standorts
  • Verbleib des Anlagevermögens (Gutachten läuft)
  • Mögliche Fortführung durch Investor
  • Konkrete Insolvenzursachen
  • Offizielle Stellungnahme des Insolvenzverwalters

Stimmen zur Insolvenz

Die Prüfung des Anlagevermögens läuft derzeit. Wir können zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussage zur Verwertung oder möglichen Fortführung treffen.

– Insolvenzverwalter (namentlich nicht genannt), zitiert nach einem Bericht der Mitteldeutschen Zeitung (regionale Tageszeitung)

30 Jahre lang war die MFL ein verlässlicher Partner für uns. Dass jetzt alles vorbei ist, trifft uns hart – sowohl geschäftlich als auch persönlich.

– Ehemaliger Mitarbeiter (anonym), gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung

Die Zitate zeigen: Hinter den nackten Zahlen stehen reale Schicksale. Für die Region Pfaffendorf bedeutet die Schließung nicht nur den Verlust von Arbeitsplätzen, sondern auch den Wegfall einer wichtigen Infrastruktur für die Landwirtschaft.

Zusammenfassung und Ausblick

Die MFL Mischfutter und Landhandel GmbH ist nach 31 Jahren Geschichte – das Insolvenzverfahren läuft, alle Mitarbeiter sind entlassen. Offen bleibt, ob der Standort eine neue Nutzung findet oder ob das Anlagevermögen vollständig verwertet wird. Für die Landwirte in der Region gilt: Sich frühzeitig nach Alternativen umsehen, denn die Umstellung auf einen neuen Futtermittellieferanten braucht Zeit. Für Gläubiger und Interessenten ist die nächste Anlaufstelle das Amtsgericht Stendal oder das Insolvenzportal des Bundes.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet die Insolvenz für offene Bestellungen?

Offene Bestellungen können in der Regel nicht mehr ausgeliefert werden. Gläubiger können ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter anmelden.

Kann ich noch Futtermittel von der MFL beziehen?

Nein, der Geschäftsbetrieb ist eingestellt. Die Produktion wurde mit der Verfahrenseröffnung gestoppt.

Wer ist der Ansprechpartner für Gläubiger?

Der zuständige Insolvenzverwalter ist über das Amtsgericht Stendal (Aktenzeichen 2 IN 126/25) zu ermitteln.

Gibt es eine Möglichkeit, die entlassenen Mitarbeiter zu unterstützen?

Die Bundesagentur für Arbeit bietet Beratung und Unterstützung für betroffene Arbeitnehmer an. Spenden oder konkrete Hilfsangebote können über lokale Initiativen vermittelt werden.

Wie lange läuft das Insolvenzverfahren voraussichtlich?

Die Dauer hängt von der Komplexität des Falls ab. Bei kleineren Unternehmen dauert ein Verfahren oft zwischen 6 und 18 Monaten.

Welche anderen Mischfutterwerke gibt es in Sachsen-Anhalt?

Neben dem Edderitzer Mischfutterwerk und dem Landhandel Uhyst gibt es weitere Anbieter wie die Agravis Raiffeisen AG oder regionale Mühlen, die Futterkomponenten anbieten.