Es gibt Filme, die halten sich nicht an ein Genre – und genau das macht sie so spannend. „In the Shadow of the Moon“ beginnt als düsterer Serienkiller-Thriller im Philadelphia der 80er, um sich unversehens in eine Zeitreise-Geschichte zu verwandeln, die über drei Jahrzehnte spannt und als ambitionierter Twist die Zuschauer spaltet.
Regisseur: Jim Mickle ·
Erscheinungsjahr: 2019 ·
Genre: Science-Fiction-Thriller ·
Streaming: Netflix
Kurzüberblick
- Die genauen Regeln der Zeitreise bleiben im Film vage (Vodafone (Entertainment-Portal)).
- Alle neun Jahre taucht die Mörderin wieder auf: 1988, 1997, 2006, 2015 (Wikipedia).
- Nach der Enthüllung bleibt offen, ob der Zyklus durchbrochen wird – der Film endet offen (Filmstarts (Oliver Kube)).
Fünf zentrale Fakten in der Übersicht: Die wichtigsten Daten und Besetzungsdetails auf einen Blick.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Regisseur | Jim Mickle |
| Drehbuchautoren | Gregory Weidman, Geoff Tock |
| Erscheinungsjahr | 2019 |
| Genre | Science-Fiction-Thriller |
| Streaming | Netflix |
Lohnt sich „In the Shadow of the Moon“?
Handlung und Genre
„In the Shadow of the Moon“ ist ein Science-Fiction-Thriller, der 2019 auf Netflix erschien. Die Handlung folgt dem Polizisten Thomas Lockhart, der einen Serienmörder jagt, der alle neun Jahre wieder auftaucht. Der Film kombiniert Elemente des klassischen Polizeidramas mit einem Zeitreise-Twist – eine Mischung, die laut Wikipedia als „Science-Fiction-Thriller“ kategorisiert wird.
- Genre: Science-Fiction-Thriller (Wikipedia)
- Regie: Jim Mickle (Wikipedia)
- Drehbuch: Gregory Weidman und Geoff Tock (Wikipedia)
Kritiken und Bewertungen
Die Meinungen der Kritiker gehen auseinander. The Guardian (führende britische Tageszeitung) bezeichnet den Film als „albern, aber ambitioniert“ und „extrem albern, aber unbestreitbar unterhaltsam“. Filmstarts (Oliver Kube) lobt das gelungene Finale, kritisiert aber den überflüssigen Voiceover-Epilog: „Eine moderne Unsitte im Kino.“ Der Film erhalte gemischte bis positive Bewertungen, so der Tenor. Die Zuschauer auf Netflix (Streaming-Plattform) zeigen sich gespalten.
Für wen ist der Film geeignet?
Fans von komplexen Thrillern mit Zeitebenen – etwa Inception oder Dark – werden hier bedient. Wer jedoch eine streng logische Zeitreise-Erklärung erwartet, könnte enttäuscht werden. Der Film ist auf Deutsch synchronisiert und auf Netflix verfügbar.
Die gespaltene Kritik zeigt: „In the Shadow of the Moon“ ist kein Mainstream-Film, sondern ein Experiment, das man mit offenen Erwartungen sehen sollte. Der Trade-off: Twist vs. Logik – und genau das macht den Film diskussionswürdig.
The implication: Die Mischung aus Krimi und Sci-Fi erzeugt eine Spannung, die den Film über das Genre hinaushebt.
Worum geht es in „In the Shadow of the Moon“?
Die Ausgangssituation im Jahr 1988
Philadelphia, 1988: Der Polizist Thomas Lockhart wird auf eine Serie ungewöhnlicher Morde aufmerksam. Die Täterin – eine junge Frau – tötet auf brutale Weise, ohne erkennbares Motiv. Lockhart wird von dem Fall besessen, doch die Ermittlungen geraten ins Stocken.
Der neunjährige Zyklus
Die Mörderin taucht 1997, 2006 und 2015 wieder auf – stets neun Jahre nach dem vorherigen Auftauchen. Jedes Mal tötet sie gezielt Menschen, die Vodafone (Entertainment-Portal) zufolge „eine menschenfeindliche Ideologie verbreiten und die Wurzeln eines zukünftigen Weltkriegs darstellen“. Lockhart altert über die Jahrzehnte, seine Obsession nimmt zu.
Die Verbindung zur Zeitreise
Am Ende stellt sich heraus: Die Mörderin ist eine Zeitreisende aus der Zukunft. Sie reist zurück, um einen verheerenden Weltkrieg zu verhindern – indem sie diejenigen tötet, die später die Ideologie des Krieges verbreiten. Lockharts Tochter scheint in diese Verschwörung verwickelt zu sein.
The pattern: Die Erzählung verzichtet auf eine vollständige Erklärung, um Platz für eigene Interpretationen zu lassen.
Was ist der Sinn des Films „In the Shadow of the Moon“?
Thematische Motive: Besessenheit und Zeit
Der Film zeigt die zerstörerische Kraft der Besessenheit. Lockhart verliert über 27 Jahre hinweg alles – seine Ehe, seine Gesundheit, sein Leben –, weil er den Fall nicht loslassen kann. Die Zeitreise dient nicht nur als Plot-Twist, sondern als Metapher für die Unausweichlichkeit des Schicksals.
Die Botschaft des Films
Es geht um Schuld und Wiedergutmachung. Die Mörderin handelt aus einer vermeintlich guten Absicht – sie will einen Krieg verhindern. Doch der Film stellt die Frage: Darf man das Böse mit dem Bösen bekämpfen? Years of Terror (Kritikportal) beschreibt den Film als „einigermaßen unterhaltsam, aber nicht sehenswert außer bei Watchlist-Notstand“ – eine harte Einschätzung, die die polarisierte Rezeption widerspiegelt.
Vergleich mit ähnlichen Filmen
Der Film erinnert an naive 90er-Trivialkost mit guten Bildern und Einfällen, wie Years of Terror anmerkt. Fans von Looper oder Predestination werden Parallelen erkennen.
Die Zeitreise-Regeln bleiben im Ungefähren – wer eine konsistente In-universe-Logik erwartet, wird enttäuscht. Der Film setzt eher auf Stimmung als auf Erklärungen.
What this means: Der Film nutzt das Zeitreise-Motiv nicht nur als Twist, sondern als philosophische Frage.
Was passiert am Ende von „In the Shadow of the Moon“?
Der Showdown in der Zukunft
Im Jahr 2015 kommt es zur finalen Konfrontation. Lockhart erfährt, dass die Mörderin aus dem Jahr 2055 stammt. Sie reist in die Vergangenheit, um Lockharts Tochter zu retten – die offenbar in der Zukunft eine Schlüsselrolle spielt.
Die Enthüllung der Zeitreise
Die Mörderin offenbart, dass sie Menschen tötet, die in der Zukunft für eine globale Katastrophe verantwortlich sind. Lockhart erkennt, dass seine eigene Tochter – oder eine Version von ihr – die Mörderin ist. Vodafone erklärt: „Die Protagonistin ist eine Zeitreisende aus der Zukunft, die alle neun Jahre erscheint und gezielt Menschen tötet, um einen Weltkrieg zu verhindern.“
Das Schicksal von Thomas Lockhart
Lockhart stirbt nach der Enthüllung. Der Film endet mit einer Schleife: Die Ereignisse wiederholen sich möglicherweise. Filmstarts urteilt: „Das Finale ist gelungen, überraschend und plausibel, aber der Epilog erklärt zu viel und mindert den Twist-Charme.“ Der Epilog bietet eine Voiceover-Erklärung – ein Stilmittel, das die Atmosphäre des Endes stört.
The catch: Die zirkuläre Struktur lädt zu Spekulationen ein, ohne definitive Antworten zu geben.
Was ist die große Enthüllung in „In the Shadow of the Moon“?
Die Identität der Mörderin
Die große Enthüllung: Die Mörderin ist – in einer Version – Lockharts eigene Tochter. Sie reist aus dem Jahr 2055 zurück, um ihren Vater zu manipulieren und die Vergangenheit zu verändern.
Der Zeitreisemechanismus
Der Film erklärt die Zeitreise nur rudimentär. Es wird angedeutet, dass die Technologie im Jahr 2055 existiert und dass die Reise alle neun Jahre möglich ist. Vodafone präzisiert: „Die Opfer sind Personen, die eine menschenfeindliche Ideologie verbreiten und Wurzeln eines zukünftigen Weltkriegs darstellen.“
Die Verbindung zu Lockharts Familie
Lockhart erfährt, dass der Tod seiner Frau bei der Entbindung kein Zufall war – er wurde von der Zeitreisenden herbeigeführt, um die Geburt der Tochter zu ermöglichen. Diese Tochter wächst später heran und wird selbst zur Zeitreisenden. Der Kreislauf schließt sich.
Der Film operiert mit einem Selbstbezug: Die Tochter wird zur Mörderin, die den Tod ihrer eigenen Mutter verursacht – eine klassische Zeitparadoxie, die nicht aufgelöst wird.
The implication: Die unaufgelöste Paradoxie unterstreicht den philosophischen Anspruch des Films.
Zeitleiste der Ereignisse
Die Handlung erstreckt sich über 27 Jahre. Vier entscheidende Zeitpunkte prägen den Verlauf.
- 1988: Erster Fall – Lockhart begegnet der Mörderin (Wikipedia).
- 1997: Zweites Auftauchen – die Mörderin tötet erneut (Vodafone).
- 2006: Drittes Auftauchen – Lockhart ist inzwischen besessen (Vodafone).
- 2015: Finale Konfrontation und Enthüllung der Zeitreise (Filmstarts).
Das Muster ist eindeutig: Mit jedem Neun-Jahres-Sprung wird die Bedrohung persönlicher für Lockhart – und die Zeitreise-Logik greifbarer.
Bestätigte Fakten
- Der Film erschien 2019 auf Netflix (Wikipedia).
- Regie führte Jim Mickle (Wikipedia).
- Das Genre ist Science-Fiction-Thriller (Wikipedia).
- Der Film enthält einen Twist mit Zeitreise (Vodafone).
Was unklar ist
- Die genauen Zeitreise-Regeln bleiben vage (Filmstarts).
Unbestätigte Behauptungen
- Ob der Film eine Fortsetzung erhält, ist nicht bekannt.
- Das zirkuläre Ende wird von Zuschauern unterschiedlich interpretiert.
- Der Film springe auf den Trend von Sci-Fi-Produktionen mit Zeitreise-Mysterien der letzten Jahre auf (Years of Terror).
- Sozialverhältnisse würden oberflächlich thematisiert; der Film sei einigermaßen unterhaltsam, aber nicht sehenswert außer bei Watchlist-Notstand (Years of Terror).
- Der Film erinnere an naive 90er-Trivialkost mit guten Bildern und Einfällen (Years of Terror).
Upsides
- Ambitionierter Genre-Mix (Krimi + Sci-Fi) – frischer Ansatz.
- Starke Hauptdarsteller: Boyd Holbrook und Cleopatra Coleman.
- Gelungenes Finale – überraschender Twist.
- Kompakte Laufzeit – keine Längen.
Downsides
- Zeitreise-Logik bleibt inkonsistent – verwirrt Puristen.
- Voiceover-Epilog erklärt zu viel (Filmstarts).
- Einige Nebenfiguren bleiben blass.
- Geschmackssache – nicht für jeden geeignet.
Stimmen zum Film
„A goofy but ambitious genre-switching film that is both extremely silly and undeniably entertaining.“
„Das Finale ist gelungen, überraschend und plausibel, aber der Epilog erklärt zu viel und mindert den Twist-Charme – eine moderne Unsitte im Kino.“
„Die Protagonistin ist eine Zeitreisende aus der Zukunft, die alle neun Jahre erscheint und gezielt Menschen tötet, um einen Weltkrieg zu verhindern.“
Die Bandbreite der Meinungen zeigt: Der Film polarisiert genau dort, wo er am stärksten ist – im Twist und im Genre-Mix.
„In the Shadow of the Moon“ ist kein perfekter Film, aber ein mutiger. Er riskiert Ungereimtheiten zugunsten eines großen erzählerischen Moments. Für den deutschen Zuschauer auf Netflix, der bereit ist, sich auf eine unkonventionelle Sci-Fi-Geschichte einzulassen, bietet er einen unterhaltsamen Abend mit Diskussionspotenzial. Wer jedoch eine rigoros logische Zeitreise-Story erwartet, sollte lieber zu Dark greifen. Die Wahl ist klar: Twist umarmen – oder skeptisch bleiben.
themoviespace.de, film-rezensionen.de, moviepilot.de, moviejones.de
Wer sich für die Hintergründe des Films interessiert, findet in der Netflix-Doku zum Zodiac Killer eine spannende Ergänzung.
Häufig gestellte Fragen
Wer führte Regie bei „In the Shadow of the Moon“?
Regie führte Jim Mickle (Wikipedia).
Ist der Film auf Netflix verfügbar?
Ja, der Film ist exklusiv auf Netflix abrufbar (Netflix).
In welchem Jahr erschien der Film?
Die Veröffentlichung war am 27. September 2019 (Wikipedia).
Gibt es den Film auf Deutsch?
Ja, eine deutsche Synchronfassung ist auf Netflix vorhanden.
Was ist das Genre des Films?
Der Film ist ein Science-Fiction-Thriller (Wikipedia).
Wie unterscheidet sich der Film von der Dokumentation „In the Shadow of the Moon“ von 2007?
Die Dokumentation von 2007 behandelt das Apollo-Programm und die Mondlandungen, während der Netflix-Film von 2019 ein fiktionaler Science-Fiction-Thriller ist. Gemeinsam ist nur der Titel.
